Hospiz goes School – mit Kindern und Jugendlichen über Leben, Sterben und Trauer sprechen
Tod, Sterben und Trauer gehören zum Leben – und dennoch sind sie für viele Menschen noch immer Themen, über die nur schwer gesprochen wird. „Hospiz goes School“ möchte das ändern.
Unser Angebot bringt die Hospizarbeit direkt in die Schulen und schafft einen geschützten Raum, in dem Kinder und Jugendliche offen über ihre Fragen, Gedanken und Erfahrungen sprechen können. Dabei geht es nicht darum, Angst zu machen, sondern darum, Wissen zu vermitteln, Unsicherheiten abzubauen und einen natürlichen Umgang mit den Themen Sterben, Tod, Trauer, Abschied und Trost zu ermöglichen.
Bedarfsorientiert statt festes Projektformat
„Hospiz goes School“ ist eine Weiterentwicklung des früheren Projektes „Hospiz macht Schule“. Während das ursprüngliche Konzept als mehrtägige Projektwoche vor allem für Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen durchgeführt wurde, ist „Hospiz goes School“ heute flexibel und bedarfsorientiert.
Wir kommen in die Schule, wenn ein konkreter Anlass besteht oder wenn sich eine Klasse, eine Jahrgangsstufe oder eine Schule mit dem Thema beschäftigen möchte. Dabei richten wir unsere Inhalte und Methoden am Alter, an der Lebenssituation und am jeweiligen Bedarf der Schülerinnen und Schüler aus.
Unser Angebot richtet sich an alle Jahrgänge – von der Grundschule bis zu den weiterführenden Schulen.
Wenn Worte fehlen, sind wir da
Die Anlässe, aus denen Schulen Kontakt zu uns aufnehmen, sind vielfältig. Manchmal entsteht der Wunsch nach einem Gespräch im Rahmen des Unterrichts oder über die Schulsozialarbeit. Manchmal gibt es einen konkreten Anlass: Ein Lehrer, eine Schülerin, ein Mitschüler oder ein anderer Mensch aus dem schulischen Umfeld ist verstorben.
Gerade in solchen Situationen können Kinder und Jugendliche viele Fragen haben. Was bedeutet es, wenn jemand stirbt? Was passiert beim Sterben? Warum sind Menschen traurig? Darf ich lachen, obwohl jemand gestorben ist? Und wie kann ich mit meiner eigenen Trauer umgehen?
„Hospiz goes School“ gibt diesen Fragen Raum.
In Gesprächen, kreativen Methoden und gemeinsamen Aktionen können die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken und Gefühle ausdrücken. Dabei gibt es kein „richtig“ oder „falsch“. Jede Erfahrung und jede Form von Trauer darf ihren Platz haben.
Kinder und Jugendliche wissen mehr, als wir denken
Immer wieder erleben wir, wie interessiert und offen junge Menschen mit diesen Themen umgehen. Viele haben bereits eigene Erfahrungen mit Verlust, Trauer oder Sterben gemacht – sei es durch den Tod eines Großelternteils, eines Familienmitglieds, eines Freundes oder eines anderen Menschen, der ihnen nahestand.
Oft entstehen dabei Gespräche, die überraschen: durch die Offenheit der Kinder, durch ihre Fragen, ihre Gedanken und manchmal auch durch ihren Humor.
Wir möchten zuhören, informieren und miteinander ins Gespräch kommen.
Denn wenn über Tod und Trauer gesprochen werden darf, können Unsicherheiten abgebaut und Ängste genommen werden. Kinder und Jugendliche erfahren, dass Trauer unterschiedlich aussehen kann und dass es wichtig ist, sich Unterstützung zu holen, wenn ein Verlust zu schwer allein zu tragen ist.
Ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen
„Hospiz goes School“ wird von einem Team aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden gestaltet. Gemeinsam bringen wir Erfahrungen aus der Hospizarbeit und aus der pädagogischen Arbeit mit und schaffen einen vertrauensvollen Rahmen für Begegnung und Austausch.
Unser Ziel ist es, die Themen Tod, Sterben und Trauer aus der Tabuzone zu holen und Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich frühzeitig und selbstverständlich damit auseinanderzusetzen.
Denn Hospizarbeit bedeutet nicht nur Begleitung am Lebensende. Sie bedeutet auch, über das Leben zu sprechen – über Abschied, Verbundenheit, Verlust, Trost und das, was Menschen einander geben können.
„Hospiz goes School“ – weil auch schwierige Fragen einen Platz brauchen.
Sie sind eine Schule, Lehrkraft oder in der Schulsozialarbeit tätig und
möchten mit uns ins Gespräch kommen?
Wir freuen uns über Ihre Anfrage.
Wie Hospiz kommt in die Schule wirkt, zeigen folgende Erfahrungen unserer Ehrenamtlichen:
Kontaktpersonen

Dagmar Huhnholz
Sozialdienst

Anke Breier
Sozialdienst






















